MILAN & BUSSARD

Der Rotmilan ist nach Bartgeier und Steinadler der drittgrösste einheimische Greifvogel. Die Vögel können stundenlang auf ihren schmalen, langen Flügeln kreisen und steuern dabei unablässig mit dem langen Gabelschwanz. Zur Balzzeit vollführen die Paare richtige Kunstflüge und äussern häufig ein wieherndes Trillern. Der Rotmilan ist ein Greifvogel, der seine Nahrung im Jagdflug erbeutet und Aas einsammelt. Als Nahrungsopportunist hat er ein breites Nahrungsspektrum und frisst das, was er kriegen kann. Er hat sich bei uns in den letzten Jahrzehnten deutlich ausbreiten können. Der Schweizer Brutbestand ist zunehmend von internationaler Bedeutung, denn in vielen Regionen Europas sind die Vorkommen rückläufig.

 

Der Schwarzmilan ist im Gegensatz zum Rotmilan ein ausgesprochener Zugvogel und stärker ans Wasser gebunden. Nach der Ankunft ab März beginnen die Paare mit der Balz. Dabei sind die typischen wiehernden und trillernden Rufreihen zu hören. Als gewandter Flieger greift der Schwarzmilan oft auf dem Wasser treibende Fische in elegantem Sturzflug, schwingt sich wieder in die Höhe und kröpft seine Beute gleich im Flug. Nicht selten sucht er auch Autobahnen und Müllplätze nach Nahrung ab.

 

Mit den ersten Frühlingstagen kreist der Mäusebussard über seinem Revier und lässt die bekannten, miauenden Rufe ertönen. Mit eindrucksvollen Flugspielen wirbt das Männchen um die Gunst einer Partnerin. Krähen verfolgen den Mäusebussard argwöhnisch und versuchen hartnäckig, ihn aus ihren Revieren zu vertreiben.